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Perspektivwechsel – Clemensplatz Koblenz „kam unter die Räder“

Am Donnerstag, dem 22. August 2019, zwischen 10 Uhr und 12 Uhr, kam der Clemensplatz in Koblenz regelrecht „unter die Räder“ und zwar im positiven Sinne. Zahlreiche Mobilitätshilfen wie Rollstühle, Rollatoren, Schiebehilfen und Elektromobile standen Interessierten zum aktiven Ausprobieren zur Verfügung.

Perspektivwechsel war das Thema der Mitmachaktion, zu der das MEDI – CENTER Mittelrhein in Zusammenarbeit mit dem Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz e.V. (bsv) sowie dem Bildungscampus des Katholischen Klinikums Koblenz – Montabaur (KKM) geladen hatte: Als mobiler Mensch einmal erleben, wie es ist, mit Mobilitäts-Hilfsmitteln im öffentlichen Raum unterwegs sein zu müssen. 

Nicht nur das Wetter spielte am vergangenen Donnerstag mit, auch die Teilnehmerrunde war engagiert dabei und zeigte keinerlei Berührungsängste. Vertreter der CDU-Stadtratsfraktion, des Amtes für Stadtentwicklung und Bauordnung, des Seniorenbeirates Koblenz, der Koblenzer Pflegestützpunkte, diverser Bildungseinrichtungen, im Rahmen des Projektes „IDEE“ engagierte Schüler der Görresgymnasiums und Detlev Pilger (Mitglied des Bundestages) erschienen motiviert auf dem Clemensplatz und scheuten keine auch noch so anstrengende Testfahrt.
Entlang des Clemensplatzes gab es einen ausgewiesenen Hilfsmittel-Parcours mit sechs verschiedenen Stationen, die es zu durchfahren galt.
Die Spontankommentare der TeilnehmerInnen, wie z.B. „tolle Aktion“, „hat mir viel gebracht“, „hätte ich nicht gedacht“ und „werde jetzt mit anderen Augen durch die Stadt gehen“ bewiesen einmal mehr, dass Erfahrungen am eigenen Leib so manches Lehrbuch toppen.
Einige Stationen des Parcours dienten der Sensibilisierung andere waren mit einem klaren Handlungsbedarf verbunden. So zum Beispiel die als Station mit eingebundene Bushaltestelle: Unmöglich hier mit einem Rollstuhl oder Elektromobil die Busfahrzeiten abzulesen.

Nebenbei wurde die Veranstaltung von den TeilnehmerInnen und PartnerInnen auch für das Knüpfen neuer Kontakte genutzt, so dass Jörg Holzem nicht nur den Umgang Rollstühlen eindrucksvoll demonstrierte (z.B. den Ein- und Ausstieg aus einem PKW) sondern sich auch gleich als zukünftiger Ansprechpartner für die anwesenden städtischen Verkehrsplaner anbot. Der zweifache Paralympics Teilnehmer und Rugbynationalspieler erwies sich einmal mehr als extrem offener und sympathischer Gesprächspartner, der nicht nur den TeilnehmerInnen durch seine sehr persönlichen Erfahrungsberichte Fragen beantwortete.
Parallel zu dem Hilfsmittelparcours und der Rollstuhlstation wurde der richtige Umgang mit unterschiedlichen Rollatoren sowie dem Alterssimulationsanzug erklärt und ausgiebig erprobt.

Fast beiläufig ergaben sich auch eher zufällige Begegnungen am Rande des Clemensplatzes: Christian Heintz, Spitzensportler des Amputierten-Fußballes und Leiter des Modellprojektes "Amputierten-Fußball im Verein: Mittendrin statt nur am Rand", dessen Ziel die Inklusion von Amputierten-Fußballern in den Trainingsbetrieb regulärer Fußballvereine ist, konnte sich ebenfalls einen persönlichen Eindruck von der Aktion Perspektivwechsel verschaffen.  

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